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Etappe 11: Von Punta Umbria nach Las Palmas

Fotos von oben links nach jeweils rechts.

Foto 1: im Hafen angekommen. Foto 2: Edda wartet 3 Stunden geduldig darauf, dass wir auf die Fähre fahren können. Foto 3: Bonzo hält sich an Deck fest, während die Fähre bei starkem Wind Fahrt aufnimmt. Foto 4: Bonzo schaut interessiert vom Oberen Deck ins Meer (seine Vorfahren waren oftmals Bootshunde). Foto 5: Good-bye Europe Foto 6: die Fähre.  Foto 6:  ganz schön hoch der Pott  Foto 7: Entspannung auf der Haustierseite des Oberdecks Foto 8: Unter Deck. Edle Pferde müssen auch die lange Reise auf sich nehmen. Foto 9: Nach dem Zwischenstopp in Lanzarote Weiterfahrt Richtung Gran Canaria


Die Fahrt auf der Fähre dauerte 33 Stunden bis wir an unserem Zielhafen in Las Palmas ankamen. Das war dann doch ganz schön lang und besonders für die Hunde anstrengend, denn sie waren auf dem Oberdeck neben den Motoren in Käfigen untergebracht. Mit anderen Worten: ein Dauerlärm. Die ersten vier Stunden war zudem ziemlicher Seegang. Der Pott schaukelte tüchtig. Edda und ich haben bis drei Stunden vor unser Ankunft auf Gran Canaria auf jegliches Essen verzichtet.

 

Nachts habe ich die beiden unter Deck untergebracht, weil weiterhin stürmische See angekündigt war, und ein Stewart meinte, für die Hunde wäre es unter Deck ruhiger. Frische Luft gab es dort zwar nicht, aber einen Pferdetransporter mit mehreren edlen Pferden. Nur eines schaute ständig heraus. Die anderen hatten sich verkrochen. Auf Bonzo und Edda hatten die Pferde eine beruhigende Wirkung, denn sie kennen und mögen diese wunderbaren Wesen. Ob die Wirkung umgekehrt genauso war, weiß ich nicht.

 

Ein Nachteil unter Deck war, dass ich aus Sicherheitsgründen nicht jederzeit dorthin konnte. D.h., die beiden waren von 22:30 bis 7:00 in dem Käfig eingesperrt. Unter Deck stattete ich auch meinem Auto kurz einen Besuch ab und war erneut beeindruckt von dem riesigen LKW hinter mir, der mit fetten Eisenketten am Schiffsboden vertäut war.

 

Auf dem Oberdeck machten insgesamt acht Hunde die Reise mit. Aber nur zwei besuchten ihre Tiere regelmäßig. Die anderen hatten sich hinter ihren Kissen verkrochen oder bellten wie verrückt, wenn man vorbei kam.

 

Bonzo hat sich zu Beginn der Reise fast mit einem anderen Rüden in die Wolle bekommen. Wir beiden Hundehalter haben schnell reagiert. Das junge Frauchen des anderen Rüden (eine Kampfhundmischung) meinte: "Sie haben einen ähnlichen Charakter." 

Ich muss zugeben: Bonzo will immer Chef sein, wenn er auf andere Rüden trifft. Und bei dem anderen war es auch nicht anders. Gut, dass nichts weiter passiert ist.

 

Da wir noch in der Nebensaison unterwegs waren, gab es nicht so viele Gäste auf der Fähre. Die Mannschaft war ständig am Putzen und tatsächlich war alle picobello. Auch waren die Männer zumeist sehr freundlich. Leider konnten die meisten nur Spanisch bzw. einer nur gebrochenes Englisch. Es war also gut, wenn man nicht zu detaillierte Infos haben wollte.

 

Fazit: Die Überfahrt zu Schiff war interessant, aber ich hoffe, sie nicht noch einmal machen zu müssen.