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St. Martin von Tours

 

Dieses Foto habe ich in meiner Verzweiflung bei iStock gekauft, denn das Wetter war am 13.3. so gruselig, dass ich keine g'scheiten Fotos machen konnte.

 

Meine beiden Vierbeiner hatteich meinem Vermieter anvertraut und war mit dem Zug 1,5 Stunden nach Tour gefahren, um mich dort mit Jean-Michel, einem alten Freund zu treffen. Wir kennen uns immerhin schon 47 Jahre! Er kennt sich super aus in Tours und hat mich durch die schöne Altstadt gelotst, zwischendrin immer wieder den Schirm aufgespannt, weil es aus allen Kübeln goss.

 

Auf meinen speziellen Wunsch hin gingen wir zur Basilika von St. Martin. "Das ist nichts Besonderes. Ein Bau aus dem 19. Jh., zusammengewürfelt aus diversen Stilen" erzählte Jean-Michel in seinem unverändert exzellenten Deutsch. Er hatte Recht. Mir ging es aber gar nicht um den Bau, sondern um die Krypta, die zur ursprünglichen Basilika gehörte. Deren Anfänge gehen laut einer der freundlichen Benediktinerinnen, die sich vor Ort um die vielen Pilger kümmert, auf das 5. Jh. zurück. Nur 50 Jahre nach dem Tod des großen Heiligen sollen die ersten Fundamente gelegt worden sein.

 

In der Krypta herrschte eine besonders friedliche und auch freudvolle Stimmung. Junge und ältere Gläubige beteten dort vor dem Allerheiligsten (Eucharistische Anbetung). Am liebsten hätte ich mich dort eine Stunde niedergelassen, doch dies war zeitlich leider nicht möglich. Aber die Zeit, die ich dort verbracht habe, werde ich so schnell nicht vergessen.