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Luft holen und Kraft tanken im Pays de la Loire

Fotos von li nach re: Foto 1: Mini-Wochenmarkt in Les Rosiers-sur-Loire: 2 Gemüsestände, 2 Käsestände: im Angebot diverse Sorten von Ziegenkäse.
Foto 2 und 3: Impressionen eines allmählich erblühenden Frühlings. Das Ganze bei Sonne und sehr windigen Temperaturen (11 Grad, gefühlt 7).


In Deutschland wütet Sturm, der Schnee ist zurück. Da bin ich froh, hier zu sein, auch wenn es im alten Tuffsteinhaus so kalt ist, dass ich nur mit Kopfbedeckung und warmer Weste am Computer arbeiten kann. Willkommen sind da die ausgedehnten Spaziergänge mit den Hunden entlang der Loire und die Hügel hinauf, wo man kilometerweit durch Felder und Mischwälder laufen kann.  Jetzt auch wieder, ohne dass einem die Kugeln der Jägerschaft um die Ohren sausen.

 

Die Jagdsaison fordert in Frankreich jedes Jahr nicht nur tierische, sondern auch menschliche Opfer. Zuletzt einen jungen Radfahrer, der auf einer Landstraße unterwegs gewesen ist. Ob jemals nachvollzogen werden kann, wer die Kugel abgefeuert hat, dieser Mensch vor Gericht gestellt wird?

 

Auf dem Mini-Wochenmarkt In Les Rosiers-sur Loire ist es ungefährlich. Kostenlose Parkplätze gibt es außerdem. Das habe ich noch aus meinem "Loire-Jahr" in guter Erinnerung. Kein Generve, kein Gedränge und man bekommt alles, was man so zum täglichen Leben braucht.

 

Und immer wieder diese Farben, hervorgerufen durch ein Wechselspiel aus Sonneneinwirkung und hoher Luftfeuchtigkeit. Eine Atmosphäre dieser Landschaft, die dazu beigetragen hat, dass sich in den Dörfern entlang der Loire viele Künstler niedergelassen haben..

 

Die letzten Tage gab es neben kleineren Ausflügen und Spaziergängen in der Stille (abgesehen von Vogelgezwitscher und dem gelegentlichen Schreien eines buntgefiederten Fasans) noch viel Papierkram für mich zu erledigen. Große Lust habe ich nicht, aber wenn der erste Schritt erst einmal gemacht ist, geht es dann doch ganz gut. Das Wechseln zwischen Deutsch, Französisch und Spanisch klappt mittlerweile besser. Letzte Woche schmiss ich vor allem Französisch und Spanisch ständig durcheinander.

 

Edda und Bonzo haben sich hier mittlerweile ganz gut eingelebt. Bei Edda ist inzwischen auch das Bauchweh wieder weg. Wegen der Temperaturen hat sie jetzt meist ihre dunkelblaue Jacken an. Früher war sie so ziemlich schmerzfrei. Aber als Seniorin gehören Zipperlein nun einmal zum täglichen Leben dazu.