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Etappe 1: Take off with 1-day delay

Von li nach re: Bild 1: die Crew; Edda, Bild 2: ein letzter, etwas wehmütiger Blick auf den Alpsee (Immenstadt)

 Bild 3: Sonnenuntergang auf dem Odilienberg (Elsaß). Bild 4: ein Blick hoch zum Kloster vom Kreuzweg aus.
Bild 5: Der Kreuzweg entlang an mächtigen Sandsteinformationen.


Die Abfahrt von Ettensberg /Oberallgäu war für den 27.02. geplant. Kurzfristig habe ich  um einen Tag verschoben, weil es zeitlich einfach nicht zu schaffen war. Gestern war um 17.00 Uhr die Wohnungsübergabe. Kurz vorher habe ich noch den von netten Nachbarn ausgeliehenen Staubsauger zurückgebracht, den letzten Müll getrennt und entsorgt. Auch beim Wertstoffhof in Immenstadt war ich bestimmt zum sechsten Mal innerhalb weniger Tage. Der eine Mitarbeiter meinte scherzhaft: "Du kommst wohl wegen mir."

 

Allen Ernstes: den ganzen Tag dort zu arbeiten erfordert schon einiges an Geduld. Naja, ich habe leider auch ein paar Sachen wegwerfen müssen, die ich gern noch bei jemanden weiter im Gebrauch gesehen hätte. Aber ich hatte schlichtweg keine Zeit und Nerven mehr herumzufragen. Und letztendlich haben wir alle zu viel.

 

Den Haushalt von 70 Quadratmetern habe ich in den letzten zwei Monaten auf 7 Quadratmeter Lagerfläche in Augsburg verkleinert und fühle mich jetzt sehr befreit und habe die feste Absicht, in Zukunft dreimal darüber nachzudenken, ob ich etwas anschaffe oder nicht. Obgleich ich durch viele Umzüge im Laufe meines Lebens allmählich weiß, was das bedeutet, ist es doch immer wieder das Gleiche. Am Anfang ist es zäh, dann geht's ganz zügig, und die letzten 5-10 % Umzugskram wachsen sich gefühlt auf 150 % aus, scheinen kein Ende zu nehmen und treiben einen fast in den Wahnsinn.

 

Unseren Kleinwagen habe ich dicht gepackt. Mehr geht jetzt aber auch nicht rein. Sechs Pakete befinden sich auf dem Weg nach Gran Canaria und dürfen glücklicherweise länger als eine Woche im lokalen Postamt auf mich warten.

 

Die Abfahrt erfolgte bei schönstem Wetter und Blick in die Weite über den Alpsee hinweg in Richtung Oberstaufen. Ein letztes Foto, noch Wasser für die Hunde abgefüllt, am Vorabend bei einem Bier mich von lieben Freunden verabschiedet …

 

Dann ging es auf die Autobahn und in die obligaten Staus rund um Stuttgart und Pforzheim.

 

Gegen 16 Uhr trafen wir im Hotel von Obernai /Elsaß ein. Nach 20 Minuten Siesta waren wir alle drei wieder fit. Rein in die Blechkiste mit dem Ziel Odilienberg. Wir erlebten ihn in der Abenddämmerung bei frischem Wind. Der Wald und die imposanten Sandsteinfelsen erinnern mich an meine ursprüngliche Heimat, den Pfälzer Wald. Bei einem "Walk" im Wald und unterhalb des Klosters kehrte schnell innere Ruhe ein und erinnerte mich daran, wie therapeutisch Stille und Natur immer wieder wirken.

 

Ins Kloster selbst dürfen keine Hunde hinein. Deshalb parkte ich sie nach dem Waldgang im Auto und besuchte die "Kapelle der Tränen" und die "Kapelle der Engel!" alleine. Da es schon relativ spät war und nur noch wenige Menschen umher gingen, war es, wie man es sich im Kloster vorstellt: besinnlich.

 

Jetzt ist es fast 22:40, und morgen soll es wieder früh weiter gehen ...

 

Ich freue mich auf eure Nachrichten im Gästebuch.

 

Liebe Grüße, Uta

 

P.S. Die nächste Station ist Troyes.