Vom Oberallgäu bis nach Gran Canaria mit Auto, Fähre & 2 "Wölfen"

Herzlich willkommen auf meinem Blog!

 

4. August 2019, Agaete/Gran Canaria

Nach vier Monaten ist es endlich soweit: sämtliche Bürokratie ist überstanden, das Auto eingeführt, eine spanische Krankenversicherung abgeschlossen und auch die kleine grüne Karte, die als Ausweis der "residencia" dient habe ich bei der Ausländerbehörde endlich abholen können. Dann gab es noch ein paar Nebenschauplätze, die auch 'bestellt' werden wollten. Insgesamt waren es doch recht anstrengende vier Monate.

 

Ich bin vor einigen Jahren für mehrere Jahre nach Südafrika gegangen und jeweils ein Jahr in die USA und Frankreich, war also 'vorgeprägt'.
Aber ich hätte - ehrlich gesagt - erwartet, dass es innerhalb der EU einfacher und schneller geht. Vor allem habe ich nicht damit gerechnet, dass hier trotz Massentourismus kaum jemand auch nur gebrochen Englisch spricht. Mein Spanisch musste ich entsprechend sehr schnell erweitern. Es gab Tage, da hat mir der Kopf ganz schön geraucht.

 

In einem gesonderten Post stelle ich noch die Bedingungen für die Einfuhr des eigenen PKW zusammen. Ich hatte zwar vor der Abreise gründlich recherchiert, doch ein Formular hatte ich dann doch übersehen. Die 'Ficha reducida', die der TÜV Rheinland in Las Palmas ausstellt. Eine technische Dokumentation des Autos, ohne das man es nicht beim hiesigen TÜV anmelden kann. Die gängigen Dokumente (Fahrzeugbrief- und KFZ-Schein) reichen nicht aus. 

 

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Leider habe ich auch eine traurige Nachricht: 
Anfang Mai hat uns unsere liebe alte Hündin Edda verlassen. Das war sehr schwer. Sie hatte die Reise noch so gut mitgemacht und sichergestellt, dass wir drei gut ankommen. Sie war wirklich eine wundervolle Co-Pilotin, und in meinem Herzen wird sie ihr Plätzchen für immer behalten. Ich bin froh, dass ich sie bis zum letzten Atemzug begleiten und halten durfte.

 

 

 

1. April 2019, Agaete/Gran Canaria

 

Kaum zu glauben, aber wahr. Der Roadtrip gehört nun zu unserer Erinnerung. Vor einer Woche sind wir wohlbehalten von der Fähre im Hafen von Las Palmas, Gran Canaria gerollt. Es war schon merkwürdig als einzige Frau (und mit 2 Hunden) zwischen Truckern, Handwerkern, einem Sportwagenfahrer und ein paar Touristen. Gegen 23.00 Uhr waren wir dann am Zielort in Agaete, einem Dorf im Nordwesten der Insel. Zunächst waren wir noch recht aufgekratzt, doch dann sind auch wir in das Reich der Träume hinüber geglitten.

 

Wer mag, kann gern die Reiseetappen nach verfolgen. Ich werde auch in den nächsten Wochen noch Infos ergänzen, die vielleicht für den einen oder anderen eine Unterstützung sind bei den eigenen Reisevorbereitungen per Auto nach Gran Canaria.

Da unser Roadtrip nicht nur dazu diente, von A nach B zu kommen, sondern auch eine spirituelle Reise war, gibt es entsprechende Gedanken auf dem Blog. Weitere Impulse füge ich definitiv hinzu. Während wir unterwegs waren, fehlte dann doch die Zeit.

 

Insgesamt bin ich einfach nur dankbar, dass alles so gut geklappt hat.

 

Und nun noch einmal mein ursprünglicher Text, den ich VOR dem Roadtrip (da noch im tief verschneiten Oberallgäu) geschrieben habe:

 

20. Februar 2019, Blaichach/Oberallgäu

 

Hier möchte ich mit allen weltoffenen Frauen und Männern sowie unverdrossenen Weltbummlern und spirituell Suchenden meine Reise vom schönen Oberallgäu über die Loire, die Pyrenäen, Zentralspanien und Andalusien bis nach Gran Canaria teilen. Insgesamt rund 4.268 km, rund 2.950 auf dem Land- und 1.318 auf dem Seeweg. Vier Wochen sind wir insgesamt unterwegs. Denn es geht hier nicht um "Speed", sondern um eine Reise ins Außen und ins Innen. Man weiß nie, was kommt. Und alles ist richtig, so wie es ist. Auch wenn's mal klemmt. 

 

Zunächst habe ich hauptsächlich wegen meiner beiden Hunde Edda und Bonzito (13,5 und 6 Jahre) nicht die Flugreise als schnellsten Weg gewählt, sondern die Fahrt mit dem Kleinwagen über Land und See. Meine Seniorin hätte den Flug im Gepäckraum sicherlich nicht überstanden.


Und ich sehe diesen Roadtrip als große Chance. Aussteigen aus dem Hamsterrad "noch schneller - mehr - höher - weiter". Endlich sich mal wieder Zeit nehmen, Land und Leute ERLEBEN, Menschen wirklich BEGEGNEN, bekannte Stätten wiedersehen, neue erkunden. Und dazwischen immer wieder in die STILLE gehen: in der Natur und in all den besonderen Orten, die es auf unserem Weg geben wird. So werden wir auch den Spuren großer Heiliger folgen: z.B. der Hl. Ottilie (Odilienberg im Elsaß), dem Hl. Martin von Tours oder der großen Mystikerin Teresa von Avila.

 

Ich freue mich, wenn du dabei bist!

 

Reiseroute:

Am 28.02.2019 geht es los: 

1. Etappe: Sonthofen bis Odilienberg, Elsaß

 

 

 

© Dr. Uta Möllhoff


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